Neue Eigentümer für die Papierfabrik in Niederbipp

Im November hatte Kimberly-Clark angekündigt, dass die Papierfabrik in Niederbipp verkauft oder per Ende April 2021 geschlossen werden soll. Nun konnte eine Käuferin gefunden werden. Es ist die Unternehmerfamilie Queck, welche bereits Eigentümerin der Cartaseta AG in Gretzenbach, der Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG im deutschen Miltenberg und der Fabryka Papieru Czerwonak in Czerwonak (Polen) ist. Sie werden das Werk in Niederbipp per 1. Mai 2021 übernehmen.

Die neuen Inhaber sind als Familienunternehmen in der vierten Generation in der Papierproduktion tätig. Sie haben jahrzehntelange Erfahrung und einen grossen Leistungsausweis in der Produktion und im Vertrieb von Hygienepapier. Die Eigentümerfamilie ist Garant für Stabilität und eine langfristige, industrielle Perspektive. Mit der Übernahme des Werks in Niederbipp ergänzen sie ihren Unternehmensverbund mit einer weiteren Partnergesellschaft. Die einzelnen Gesellschaften, beispielsweise die Cartaseta AG oder die Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG, sind voneinander rechtlich unabhängig, arbeiten aber eng zusammen.
Mit dem Werk in Niederbipp können die Kapazität der Gruppe ausgebaut, neue Kunden gewonnen und den bisherigen eine zusätzliche Liefersicherheit geboten werden.

Zur Abwicklung der Übernahme wurde die Lakana Holding AG mit Sitz in Gretzenbach gegründet, welche im alleinigen Besitz der Unternehmerfamilie ist und nun formal die Papierfabrik von Kimberly-Clark erwirbt. Übernommen wird die gesamte Papierfabrik am Standort in Niederbipp. Ebenso ist die Marke Tela® Teil des Verkaufs, nicht aber die Marke Hakle® oder andere Marken von Kimberly-Clark.

Durch die Übernahme können der Produktionsstandort in Niederbipp und Arbeitsplätze erhalten werden. Es ist eine grosse Herausforderung in der Schweiz eine Produktion für Hygienepapier aufrechtzuerhalten. Das zeigt auch der Entscheid von Kimberly-Clark, die Produktionsstätte in der Schweiz aufzugeben. Das wichtigste Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Werks zu erhalten und zu erhöhen. Hierfür wird es betriebliche Anpassungen und Veränderungen brauchen. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Sozialpartnern werden sich die neuen Eigentümer dafür einsetzen, dass die nötigen Anpassungen verantwortungsvoll und im Rahmen des Möglichen sozialverträglich erfolgen.

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