Suva-Prämien 2027 bleiben auf historisch tiefem Niveau
Leicht tiefere Bruttoprämien im Jahr 2027
Auch im Prämienjahr 2027 profitieren die versicherten Betriebe von Erstattungen aus Überschüssen. Diese stammen aus versicherungstechnischen Ausgleichsreserven und Kapitalerträgen. Dadurch sinken die durchschnittlichen Bruttoprämiensätze leicht und bleiben insgesamt auf historisch tiefem Niveau.
Die durchschnittliche Prämiensenkung beträgt:
• -0,8 % in der Berufsunfallversicherung (BUV)
• -0.7 % in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV)
Weniger Berufsunfälle wirken sich positiv aus
Die Prämien der Suva richten sich nach dem Risiko. In der Berufsunfallversicherung zeigt sich seit Jahren eine positive Entwicklung. 2025 sank die Zahl der anerkannten Berufsunfälle und Berufskrankheiten um 0,9 % auf rund 166 000 Fälle. Das Risiko von Berufsunfällen – neu registrierten Unfälle pro 1000 Versicherte – ist in den letzten zehn Jahren um 13 % gesunken. Diese Entwicklung zeigt, dass Prävention und betriebliche Schutzmass-nahmen wirken.
20 Prozent Prämienreduktion für alle versicherten Betriebe
Die Suva ist nicht gewinnorientiert. Überschüsse fliessen deshalb an die Versicherten weiter. Dank einer Anlageperformance von 4,3 % im Jahr 2025 bleibt die finanzielle Lage der Suva stabil. Der Suva-Rat hat deshalb beschlossen, die Erstattung von Überschüssen aus Kapitalerträgen auch 2027 fortzuführen. Die Prämien in der Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung werden über alle Tarifklassen hinweg um 20 % reduziert. Das entlastet die versicherten Betriebe um rund 709 Millionen Franken.
Verwaltungskostenzuschlag wird angepasst
Die Suva hat die durchschnittlichen Nettoprämien in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesenkt. Da sich die Verwaltungskosten über die Nettoprämien finanzieren, passt die Suva den Verwaltungskostenzuschlag ab 1. Januar 2027 an. So stellt sie sicher, dass sie ihre Leistungen auch künftig zuverlässig und in gewohnter Qualität erbringen kann.
Prämienentwicklung der Klasse Papier, Druck und Medien
In der Berufsunfallversicherung der Klasse 24K «Papier, Druck und Medien» ist die finanzielle Situation stabil. Dank der guten finanziellen Lage der Klasse wird sie weiterhin deutlich unter dem Risiko tarifiert. Der durchschnittliche Netto-Prämiensatz sinkt insgesamt um 0,2 Prozent. In den Unterklassenteilen A0, B0 und C0 sinken die durchschnittlichen Netto-Prämiensätze gegenüber dem Vorjahr. Im Unterklassenteil D0 steigen die durchschnittlichen Netto-Prämiensätze leicht an. In Kombination mit den Zuschlägen und den unveränderten Rückerstattungen bleibt beim grössten Teil der Betriebe der Brutto-Prämiensatz gleich oder sinkt.

In der Nichtberufsunfallversicherung ist die Kostensituation ebenfalls stabil, der durchschnittliche Netto-Prämiensatz sinkt um 5,4 Prozent. Die Rückerstattung der Ausgleichsreserven steigt deutlich auf 26 Prozent (Vorjahr 8 Prozent). Die sinkenden Nettoprämien führen in Kombination mit den Zuschlägen und den höheren Rückerstattungen bei allen Betrieben zu einer deutlichen Senkung des Brutto-Prämiensatzes.

Die individuellen Prämiensätze der einzelnen Betriebe können allerdings vom Durchschnitt der Klasse abweichen, weil diese von der Tätigkeit, dem Risikoverlauf und dem Prämienmodell abhängen.
